Erwin Carigiet

Dr. iur. 
Expertise für Public Health, Soziale Sicherheit,  und Sozialpolitik 

Herzlich Willkommen auf meiner Website, wo Sie Informationen zu meiner wissenschaftlichen und publizistischen Tätigkeit finden können. Haupt-themen sind die Architektur der sozialen Sicher-heit, Aspekte der sozialen Gerechtigkeit, die Weiterentwicklung des Sozial- und Gesundheits-wesens und die Führung von Experten- bzw. Fachorganisationen.

 

Daneben habe ich Informationen zu meiner Person und zu meinen weiteren Interessen bereit gestellt.

 

Die Fotos stammen aus Neuseeland, Australien und Frankreich.

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Bildquelle: Sandra Meier/gestaltungskiosk.ch

 

Dies und das

Covid-19-Pandemie

Ergänzungsleistungen zur AHV/IV

Ende Juni 2021 ist die 3. überarbeitete und ergänzte Auflage des von Uwe Koch und mir verantworteten Standardwerks zu den Ergänzungsleistungen zur AHV/IV erschienen.

Die 1. Auflage erschien 1995. Seit 2000 erscheint das Werk zusammen mit Uwe Koch als sehr geschätztem Co-Autor.

Die EL zur AHV/IV sind seit ihrer Einführung im Jahr 1966 zu einem untentbehrlichen Pfeiler der sozialen Sicherheit der Schweiz geworden. Die Altersarmut konnte und kann mit ihnen erfolgreich bekämpft werden. Leider kann die am 1. Januar 2021 in Kraft getretene EL-Reform nicht in jeder Hinsicht als geglückt bezeichnet werden. Der Kampf gegen  die Armut darf nicht zu einem Kampf gegen die Armen werden.

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Sozialpolitik

Wohlstandsverteilung und Teilhabe als entscheidende Fragen

 

Aus meiner Sicht ist Sozialpolitik eine umfassende Strategie zur Teilhabe an der Gesellschaft und dient nicht allein zur Bewältigung existenzieller Probleme. Die Gewährleistung von Sicherheit gegenüber den Wechselfällen des Lebens ist wichtig, aber nicht das allein Wichtigste.

 

Ebenbürtige Ziele des Sozialstaates sind die Hebung und möglichst gleichmässige Ausbreitung des Wohlstandes. Dabei geht es um die Teilhabe möglichst vieler Menschen daran. Dies entspricht dem Grundpostulat nach gesellschaftlicher Gleichheit. Die égalité behält nebst der liberté und der fraternité (letztere am ehesten mit gesellschaftlicher Solidarität zu umschreiben) ihre umfassende Bedeutung.

Die unkritische Übernahme ökonomischer Argumente, welche unter dem Deckmantel einer exakten

Wissenschaft daherkommen, ist oft zu einem wesentlichen Element der aktuellen Tagespolitik geworden.  Dabei wird ausser Acht gelassen, dass die Frage der Kosten der sozialen Sicherheit ihr Pendant in der Frage nach den Kosten der sozialen Unsicherheit hat. Eine Gesellschaft wird zu Recht daran gemessen, wie sie mit ihren schwächsten Mitgliedern umgeht.

In diesem Sinn betrachte ich die Gesundheitspolitik als integrierten Bestandteil der Sozialpolitik.

Ich freue mich auf jeden Dialog in diesem Kontext.

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Worin unterscheidet sich die Führung von Expertenorganisationen von der übrigen Führung?

 

"Führung bedeutet, starke Entscheidungen unter schwierigen Bedingungen zu treffen und dabei Halt für andere zu geben – ohne Anspruch darauf zu erheben, es immer tun zu können." Matthias Varga von Kibèd hat damit  Führung im Stil eines Aphorismus prägnant umschrieben.

(zitiert nach Elisabeth Ferrari und Johanna Rühl, Führung in einem Satz (E-Book), 3. Auflage Aachen, Einleitung)

Dieser Satz skizziert für mich so etwas wie das Fundament jeder Führung. Nicht das "Wie" der Führung, für das es imLabyrinth der Managementliteratur viel Inspirierendes, aber auch weniger Hilfreiches zu entdecken gibt.

 

Es zeichnet gute Führungspersonen aus, dass sie ihre Führungsrealität differenziert betrachten und sie nicht mit einem Schema oder nur mit einer Perspektive zu gestalten versuchen. Die heutige Führungslehre hat sich angewöhnt, Managementfragen (allein – oder vor allem) als wirtschaftliche Steuerung von Organisation zu verstehen. Dies kann besonders in Expertenorganisationen wie Universitäten, Schulen und Krankenhäusern zu Verwerfungen führen.

 

Meine Sicht dazu habe ich – ausgehend von meiner langjährigen Führungserfahrung – 2018  in einer Vorlesung an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, zhaw und 2014 in einem Interview mit Elisabeth Ferrari, Aachen mit dem Titel "Perspektiven verstehen und Brücken bauen" dargestellt (siehe untere schwarze Links).

Ich freue mich auf jeden Austausch dazu. 

"Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken." 

Galileo Galilei (1564 - 1642)

Publikationen - eine Auswahl

(Publikationsliste zum Herunterladen am Schluss dieses Abschnitts)

Gesellschaftliche Solidarität
Prinzipien, Perspektiven und Weiterentwicklung der sozialen Sicherheit
Helbing und Lichtenhahn, Basel/Genf/München 2001 
Grundlagenwerk zur sozialen Sicherheit

„Es handelt sich um ein rechtspolitisch ausgerichtetes, dogmatisch allerdings klar abgestütztes Werk, welches die grundlegenden Probleme des heutigen Sozialstaates aufgreift. Carigiet hält uns – ohne je doktrinär oder fundamentalistisch zu werden - schonungslos Mechanismen sozialer Ungerechtigkeit vor Augen, an die wir uns so bequem gewöhnt haben. Seine Standpunkte sind stets wohl begründet und widerspiegeln seine gefestigte Haltung in Bezug auf die behandelten Fragen.“

(Alain Griffel, Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht, 103. Jahrgang Nr. 7 vom Juli 2002, S 388-390).

Hat das Drei-Säulen-Konzept eine Zukunft? - Le concept des trois piliers a-t-il un avenir?
zusammen mit Jean-Pierre Fragnière als Herausgeber und Autor
Réalités sociales, Lausanne 2001 

Wohlstand durch Gerechtigkeit

Deutschland und die Schweiz im sozialpolitischen Vergleich
zusammen mit Ueli Mäder, Michael Opielka und Frank Schulz-Nieswandt als Herausgeber und Autor
Rotpunktverlag, Zürich 2006 

Ergänzungsleistungen zur AHV/IV

Darstellung, Charakterisierung und Wirkungsweise

zusammen mit Uwe Koch

Schulthess, 3. überarbeitete und ergänzte Auflage, Zürich 2021 

(1. Auflage ist 1995 erschienen; 2000 ein Supplement dazu, erstmals mit Uwe Koch als Co-Autor) 

Standardwerk zu den Ergänzungsleistungen zur AHV/IV

  

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Aufsätze / Abhandlungen

  

Existenzsicherung mit Ergänzungsleistungen - Modell und Vorbild
in: Jetzt reicht es - Leben mit Zusatzleistungen zur AHV/IV in der Stadt Zürich. Seit 1930,
Sozialdepartement der Stadt Zürich, Zürich 2005, S. 198 - 211

Deutsche Arbeitnehmer - Schweizer Bürger? 
zusammen mit Michael Opielka
in: Wohlstand durch Gerechtigkeit, Deutschland und die Schweiz im sozialpolitischen Vergleich,
hrsg. von Erwin Carigiet, Ueli Mäder, Michael Opielka, Frank Schulz-Nieswandt, Rotpunktverlag, Zürich 2006, S. 15 - 46

Die Schweiz: sozial und gerecht? Die neue soziale Frage
in: Schweizerische Zeitschrift für Sozialversicherung und berufliche Vorsorge, Band 50, Heft 5,
Stämpfli Verlag AG, Bern, 2006, S. 385 - 407

 

Weder fair noch rational - Rationierung im Gesundheitswesen aus sozialpolitischer Sicht
zusammen mit Daniel Grob
in: Rationierung und Gerechtigkeit im Gesundheitswesen, Beiträge zur Debatte in der Schweiz, hrsg. von Markus Zimmermann-Acklin, Hans Halter, EMH Editores Medicorum Helveticorum, 
Basel 2007, S. 293 - 302

 

Soziale Gerechtigkeit im Schweizer Sozialstaat: Sicherheit und Ausgleich in der Altersvorsorge
in: Soziale Gerechtigkeiten, hrsg. von Monica Budowski und Michael Nollert, Seismo Verlag, Zürich 2008, S. 139 - 162

 

Oszillierende Organisationen - kommunikative und kulturelle Herausforderungen für das Gesundheitswesen
zusammen mit Claudia Eisenring
in: ZögU Zeitschrift für öffentliche und gemeinwirtschaftliche Unternehmen, 32. Jahrgang, Heft 1, Baden-Baden 2009, S. 90 - 101

Zur Rolle der städtischen Spitäler - Netzwerke als Investition in die Zukunft
zusammen mit Norman Franz
in: ZögU Zeitschrift für öffentliche und gemeinwirtschaftliche Unternehmen, 36. Jahrgang, Heft 4, Baden-Baden 2013, S. 241 - 254

 

Perspektiven verstehen und Brücken bauen
Interview zu systemischer Führung
in: SyStemischer, Zeitschrift für Systemische Strukturaufstellungen, Nr. 5, Aachen 2014, S. 88 - 97 

Gesundheits- und Sozialpolitik in Zeiten von Covid-19

in: ZögU Zeitschrift für öffentliche und gemeinwirtschaftliche Unternehmen, 43. Jahrgang, Heft 3, Baden-Baden 2020, S. 267 - 281

 
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