Erwin Carigiet

Dr. iur. 
Expertise für Soziale Sicherheit, Public Health und Sozialpolitik 

Herzlich Willkommen auf meiner Website, wo Sie Informationen zu meiner wissenschaftlichen und publizistischen Tätigkeit finden können. Haupt-themen sind die Architektur der sozialen Sicher-heit, Aspekte der sozialen Gerechtigkeit, die Weiterentwicklung des Sozial- und Gesundheits-wesens und die Führung von Experten- bzw. Fachorganisationen.

 

Daneben habe ich Informationen zu meiner Person und zu meinen weiteren Interessen bereit gestellt.

 

Die Fotos stammen aus Neuseeland, Australien und Frankreich.

 

Dies und das

Covid-19-Pandemie

... anfangs 2007 wurde ich zu Pandemien und zu Pandemieplanungen interviewed.

Heute würde ich mich fast identisch äussern. 

Im Herbst 2020 habe ich die Abhandlung

Gesundheits- und Sozialpolitik  in Zeiten von Covid-19 veröffentlicht, dies

in: ZögU Zeitschrift für öffentliche und gemein-wirtschaftliche Unternehmen, Heft 3, Baden-Baden, S. 267 - 281

Eine Pandemie ist mehr als ein rein medizinisches Problem: Die Menschen beobachten bei Covid-19 – zum ersten Mal in der Geschichte – in Echtzeit, mit einem Stakkato der Berichterstattung, wie sich eine Viruspandemie entwickelt. Sie hoffen auf eine ebenso rasche Bekämpfung des Virus und bangen gleichzeitig um die eigene Existenz, gesundheitlich und wirtschaftlich. Politik, Wirtschaft und Wissenschaft versuchen Antworten zu geben, auch wenn sie selber weder die gesundheitlichen noch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie und der zur Bekämpfung getroffenen Maßnahmen vollständig einschätzen können. Die Kommunikation spielt eine entscheidende Rolle: Es muss klar zwischen Wissen, Halbwissen und Nichtwissen unterschieden werden. Darüber hinaus kommt der sozialen Sicherheit und der Daseinsvorsorge bei der Bewältigung einer Pandemie eine hohe Bedeutung zu. Sie fangen Existenzängste auf, sichern die Existenz und tragen dazu bei, dass soziale Ungleichheiten durch die Pandemie nicht verstärkt werden.

Rotary at its best

Im Governor Newsletter Rotary Distrikt 2000 vom Dezember 2020  habe ich das grossartige Resultat unserer sozialen Aktivitäten  zu Gunsten der Menschen auf den Strassen Zürichs, die durch die Covid-19-Pandemie in Not geraten sind, zusammengefasst.

Beitrag als PDF

 

Sozialpolitik

Wohlstandsverteilung und Teilhabe als entscheidende Fragen

 

Aus meiner Sicht ist Sozialpolitik eine umfassende Strategie zur Teilhabe an der Gesellschaft und nicht allein zur Bewältigung existenzieller Probleme. Die Gewährleistung von Sicherheit gegenüber den Wechselfällen des Lebens ist wichtig, aber nicht das allein Wichtigste.

 

Ebenbürtige Ziele des Sozialstaates sind die Hebung und möglichst gleichmässige Ausbreitung des Wohlstandes. Dabei geht es um die Teilhabe möglichst vieler Menschen daran. Dies entspricht dem Grundpostulat nach gesellschaftlicher Gleichheit. Die égalité behält nebst der liberté und der fraternité (letztere am ehesten mit gesellschaftlicher Solidarität zu umschreiben) ihre umfassende Bedeutung.

Die unkritische Übernahme ökonomischer Argumente, welche unter dem Deckmantel einer exakten

Wissenschaft daherkommen, ist oft zu einem wesentlichen Element der aktuellen Tagespolitik geworden.  Dabei wird ausser Acht gelassen, dass die Frage der Kosten der sozialen Sicherheit ihr Pendant in der Frage nach den Kosten der sozialen Unsicherheit hat. Eine Gesellschaft wird zu Recht daran gemessen, wie sie mit ihren schwächsten Mitgliedern umgeht.

In diesem Sinn betrachte ich die Gesundheitspolitik als integrierten Bestandteil der Sozialpolitik.

Ich freue mich auf jeden Dialog in diesem Kontext.

 

Worin unterscheidet sich die Führung von Expertenorganisationen von der übrigen Führung?

 

"Führung bedeutet, starke Entscheidungen unter schwierigen Bedingungen zu treffen und dabei Halt für andere zu geben – ohne Anspruch darauf zu erheben, es immer tun zu können." Matthias Varga von Kibèd hat damit  Führung im Stil eines Aphorismus prägnant umschrieben.

(zitiert nach Elisabeth Ferrari und Johanna Rühl, Führung in einem Satz (E-Book), 3. Auflage Aachen, Einleitung)

Dieser Satz skizziert für mich so etwas wie das Fundament jeder Führung. Nicht das "Wie" der Führung, für das es imLabyrinth der Managementliteratur viel Inspirierendes, aber auch weniger Hilfreiches zu entdecken gibt.

 

Es zeichnet gute Führungspersonen aus, dass sie ihre Führungsrealität differenziert betrachten und sie nicht mit einem Schema oder nur mit einer Perspektive zu gestalten versuchen. Die heutige Führungslehre hat sich angewöhnt, Managementfragen (allein – oder vor allem) als wirtschaftliche Steuerung von Organisation zu verstehen. Dies kann besonders in Expertenorganisationen wie Universitäten, Schulen und Krankenhäusern zu Verwerfungen führen.

 

Meine Sicht dazu habe ich – ausgehend von meiner langjährigen Führungserfahrung – 2018  in einer Vorlesung an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, zhaw und 2014 in einem Interview mit Elisabeth Ferrari, Aachen mit dem Titel "Perspektiven verstehen und Brücken bauen" dargestellt (siehe untere schwarze Links).

Ich freue mich auf jeden Austausch dazu. 

"Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken." 

Galileo Galilei (1564 - 1642)

Publikationen - eine Auswahl

(Publikationsliste zum Herunterladen am Schluss dieses Abschnitts)

Gesellschaftliche Solidarität
Prinzipien, Perspektiven und Weiterentwicklung der sozialen Sicherheit
Helbing und Lichtenhahn, Basel/Genf/München 2001 
Grundlagenwerk zur sozialen Sicherheit

„Es handelt sich um ein rechtspolitisch ausgerichtetes, dogmatisch allerdings klar abgestütztes Werk, welches die grundlegenden Probleme des heutigen Sozialstaates aufgreift. Carigiet hält uns – ohne je doktrinär oder fundamentalistisch zu werden - schonungslos Mechanismen sozialer Ungerechtigkeit vor Augen, an die wir uns so bequem gewöhnt haben. Seine Standpunkte sind stets wohl begründet und widerspiegeln seine gefestigte Haltung in Bezug auf die behandelten Fragen.“

(Alain Griffel, Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht, 103. Jahrgang Nr. 7 vom Juli 2002, S 388-390).

Hat das Drei-Säulen-Konzept eine Zukunft? - Le concept des trois piliers a-t-il un avenir?
zusammen mit Jean-Pierre Fragnière als Herausgeber und Autor
Réalités sociales, Lausanne 2001 

Wohlstand durch Gerechtigkeit

Deutschland und die Schweiz im sozialpolitischen Vergleich
zusammen mit Ueli Mäder, Michael Opielka und Frank Schulz-Nieswandt als Herausgeber und Autor
Rotpunktverlag, Zürich 2006 

Ergänzungsleistungen zur AHV/IV

Darstellung, Charakterisierung und Wirkungsweise

zusammen mit Uwe Koch

Schulthess, 2., umfassend überarbeitete Auflage, Zürich 2009

3. überarbeitete und ergänzte Auflage in Vorbereitung, wird 2021 erscheinen

(1. Auflage ist 1995 erschienen; 2000 ein Supplement dazu, erstmals mit Uwe Koch als Co-Autor) 

Standardwerk zu den Ergänzungsleistungen zur AHV/IV

  

******


Aufsätze / Abhandlungen

  

Existenzsicherung mit Ergänzungsleistungen - Modell und Vorbild
in: Jetzt reicht es - Leben mit Zusatzleistungen zur AHV/IV in der Stadt Zürich. Seit 1930,
Sozialdepartement der Stadt Zürich, Zürich 2005, S. 198 - 211

Deutsche Arbeitnehmer - Schweizer Bürger? 
zusammen mit Michael Opielka
in: Wohlstand durch Gerechtigkeit, Deutschland und die Schweiz im sozialpolitischen Vergleich,
hrsg. von Erwin Carigiet, Ueli Mäder, Michael Opielka, Frank Schulz-Nieswandt, Rotpunktverlag, Zürich 2006, S. 15 - 46

Die Schweiz: sozial und gerecht? Die neue soziale Frage
in: Schweizerische Zeitschrift für Sozialversicherung und berufliche Vorsorge, Band 50, Heft 5,
Stämpfli Verlag AG, Bern, 2006, S. 385 - 407

 

Weder fair noch rational - Rationierung im Gesundheitswesen aus sozialpolitischer Sicht
zusammen mit Daniel Grob
in: Rationierung und Gerechtigkeit im Gesundheitswesen, Beiträge zur Debatte in der Schweiz, hrsg. von Markus Zimmermann-Acklin, Hans Halter, EMH Editores Medicorum Helveticorum, 
Basel 2007, S. 293 - 302

 

Soziale Gerechtigkeit im Schweizer Sozialstaat: Sicherheit und Ausgleich in der Altersvorsorge
in: Soziale Gerechtigkeiten, hrsg. von Monica Budowski und Michael Nollert, Seismo Verlag, Zürich 2008, S. 139 - 162

 

Oszillierende Organisationen - kommunikative und kulturelle Herausforderungen für das Gesundheitswesen
zusammen mit Claudia Eisenring
in: ZögU Zeitschrift für öffentliche und gemeinwirtschaftliche Unternehmen, 32. Jahrgang, Heft 1, Baden-Baden 2009, S. 90 - 101

Zur Rolle der städtischen Spitäler - Netzwerke als Investition in die Zukunft
zusammen mit Norman Franz
in: ZögU Zeitschrift für öffentliche und gemeinwirtschaftliche Unternehmen, 36. Jahrgang, Heft 4, Baden-Baden 2013, S. 241 - 254

 

Perspektiven verstehen und Brücken bauen
Interview zu systemischer Führung
in: SyStemischer, Zeitschrift für Systemische Strukturaufstellungen, Nr. 5, Aachen 2014, S. 88 - 97 

Gesundheits- und Sozialpolitik in Zeiten von Covid-19

in: ZögU Zeitschrift für öffentliche und gemeinwirtschaftliche Unternehmen, 43. Jahrgang, Heft 3, Baden-Baden 2020, S. 267 - 281

 
Kontakt/contact
 

©2018 by Bergwin. Proudly created with Wix.com